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Bericht: Sichere und erfolgreiche Desinfektion im Seuchenfall

erfolgreiche desinfektion im seuchenfall
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Sichere und erfolgreiche Desinfektion im Seuchenfall

Fortbildung: Anwendung von Wofasteril

Am 08.03.2017 um 8.30 trafen sich in der Fachakademie für angewandte Hygiene der KESLA HYGIENE AG, 15 Interessierte.

Als Geschäftsführerin begrüßte Frau Birgit Schreiner die Teilnehmer. Dann machte sie diese mit der KESLA Unternehmensgruppe bekannt. Kesla stellt Desinfektionsmittel für die Tier-, Lebensmittel und Humanmedizin her. Die rechtlichen Grundlagen früherer Zeit erfuhren sukzessive ab 1991 mit dem ersten Gesetz zur Änderung des Tierseuchengesetzes stete Neuerungen bis hin zur Biozid-Verordnung. Auch die Entwicklung, sie geht auf das Jahr  1902 zurück, sowie weitere Historische Meilensteine der Peressigsäure-Desinfektion, wie das Ergebnis der Zusammenarbeit von Sprößig und Mücke (ab 1961) mit dem Ergebnis das ab 1969 eine Farbenfabrik in Wolfen entsprechende Produkte herstellte, wurde anschaulich dargelegt.

Einen Überblick über die aktuellen auch im PH-Wert gut händebaren, sehr wirksamen Produkten,  wurde von Frau Dr. rer. nat. Anja Preuß gegeben. Dabei wurden die Vor- und wirklich wenigen Nachteile der Peressigsäure, auch im Vergleich zu anderen Wirkstoffen erklärt1.

Sie sprach auch über das Thema der Desinfektions- und Reinigungswirkung. Dabei wurde sie von Herrn Dr. rer. nat. Tino Zdobinsky unterstützt.

Besonders wichtig ist es, wie bei allen Desinfektionsmitteln, die Standzeiten unter Berücksichtigung des Wirkstoffabbaus zu beachten. Es zerfällt in ungiftige Substanzen. Zurück bleibt Sauerstoff und Essig.

Das Produkt wird noch materialfreundlicher, wenn es mit einem eigens hierfür komponierten pH-Wertpuffer im pH Bereich 7 – 10 eingestellt wird.

Nach dem Mittagstisch führte uns Herr Dr. rer. nat. Tina Zdobinsky die praktische Herstellung von Wofasteril-Gebrauchslösungen vor. Dann wurde von Herrn Dipl.-Ing. Heiko Gärtner unterschiedliche Applikationstechnik vorgeführt. Dazu gehörten das Zeigen unterschiedlicher Dosierungs- und Anwendungsgeräte und die Herstellung sowie das Ausbringen verschiedener Schäume.

Die anwesenden wurden mit einer Raumbegasung eines Treibhausähnlichen Glashauses überrascht. Dieser Bau war besonders interessant, da darin alle bisherigen Tests durchgeführt worden sind. Also auch Begasungen mit eher nicht antikorrosiven Konzentrationen oder Puffern. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich die sichtbaren „Schäden“ in Form des Materialangriffs in Grenzen gehalten haben. Schließlich dient der Bau schon mehre Jahrzehnte als „Versuchslabor“.

Nach einem Resümee zum Seminar bei dem die Teilnehmer das Seminar mit informativ und sehr ausgewogen bewerteten wurden gegen 16.15 Uhr die Zertifikate übergeben.

1 https://www.kesla.de/wp-content/uploads/mitsching1.pdf                                                                       

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