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Was bedeutet Basishygiene im Krankenhaus?

Was bedeutet Basishygienen
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Flächendesinfektion der Fußböden im Gesundheitswesen und der Krankenhaushygiene

Die Basishygiene ist seit Jahren strittig.

So kam Herr Prof. Dr. Daschner zur Jahrtausendwende, u. a. Mitglied des Nationalen Referenzzentrums für Krankenhaushygiene (NRZ KH), in verschiedenen Publikationen die routinemäßige Flächendesinfektion neben weiteren Hygienemaßnahmen im Krankenhaus und anderen medizinischen Einrichtungen für überflüssig.

Eine Flächendesinfektion sei allenfalls notwendig bei mit hochresistenten Erregern infizierten Patienten oder nach sichtbarer Kontamination bzw. nach Entlassung von Patienten mit meldepflichtigen Erkrankungen. Ansonsten sei eine Reinigung ausreichend.

Was bedeutet Basishygiene: Was wurde bislang gemacht?

Bisher wurde nur selten oder gar nicht zwischen der Flächendesinfektion von Patienten-nahen und Patientenfernen Flächen unterschieden. Dabei kommt es unwiedersprochen darauf an, daß patientennahe Flächen und insbesondes Kontaktflächen, bei sichtbarer oder bekannter Kontamination mit Mikroben, sowie turnusmäßig als sogenannte laufende, (Routinedesinfektion) nachweisbar aufbereitet werden. Dazu sollte nach einer Risikoanalyse ein validiertes Aufbereitungsprogramm installiert und kontrolliert werden.

Auch bei der Desinfektion der Fußbodenflächen kommt es darauf an eine Risikobewertung durchzuführen. Hier gibt die Anlage C 2.1 zur RKI-Richtlinie unter Punkt 3 einen vagen Anhalt. Die Hygienefachkraft (HFK) ist hier gefordert den jeweiligen Aufbereitungsumfang festzulegen. Eine HFK die gleiche Aufbereitungsvorgaben für die Allgemeinstation und Dialyse empfiehlt,
hat dem Punkt 2.1 (Risikobewertung) vergessen. 

Laut RKI 2.1.1 können Krankheitserreger auch in der unbelebten Umwelt medizinischer Bereiche nachgewiesen werden. Sie können für unterschiedlich lange Zeiten überleben und infektiös bleiben. 
Die Überlebensfähigkeit (Stunden bis Monate) hängt auch relative Luftfeuchte, Anwesenheit von Blut und Eiweiß, chemischen Einflüssen sowie von Oberflächenmaterial und Beschaffenheit ab  

Im wäßrigen Milieu – insbesondere in Biofilmen – können Mikroorganismen über lange Zeit überleben.  „Feuchtstellen" kommen daher prinzipiell als Infektionsquellen in Frage.

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