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Weiterbildung zum zertifizierten Schimmelsanierer

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von Friedemann Schubert

In Zusammenarbeit mit Experten und dem Europäischen Fachverband für Desinfektoren Sektion Mykologie wurde, auf Basis der staatlich geprüften Desinfektorenausbildung, eine Weiterbildung zum zertifizierten Schimmelsanierer gemäß ISO EN 17024 erarbeitet.

Da die Wirkung von Desinfektionsmaßnahmen gegen Schimmel von Pseudosachverständigen in Abrede gestellt wurde, war diese Maßnahme unumgänglich.

Schimmel, auf welche Art er sich auch immer auch vermehrt, ist ein natürlicher Regulator im Werden und Vergehen.

Die Vermehrung erfolgt durch Schimmelsporen, Hyphen- und Myzelwachstum oder Hefen.

Pilze benötigen Nahrung und eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit. Natürlich spielt dann noch, etwas nachgeordnet, die Temperatur eine Rolle. Letzteres ist deshalb nicht ganz so wichtig, da Pilze bei der Temperatur und Feuchtigkeit meist über ein sehr breites Fenster (von –bis °C oder %…) verfügen.

Nimmt man den Pilzen nun eine Parameter, also Feuchtigkeit, Temperatur oder Nahrung, können sie sich zumindest nicht mehr vermehren und gehen nach einer bestimmten Zeit zugrunde.

Wendet man dieses Verfahren an, meistens wird die Feuchtigkeit entzogen, wäre das eine biologische Schimmelbekämpfung. Man kann sich das so vorstellen, als würde man ein Wesen verhungern lassen. Tot ist tot oder? Einige geschäftstüchtige Schimmelsanierer würden den toten Pilz, der im Gegensatz zu einer Leiche kaum noch Probleme machen kann, da er nicht ausläuft oder stinkt, jetzt auch noch entfernen. Das ist fast immer nicht nötig.

Sehr selten könnte man, wenn zum Beispiel der Dachstuhlbefallen ist, einen Austausch von Balken aus statischen Gründen durchführen. Voraussetzung ist hier nicht die Meinung des Schimmelexperten sondern die Berechnung eines Statikers. Der Austausch wird dann auch nicht von einem Schimmelexperten sondern von einem Zimmermann durchgeführt.

Sogenannte „Richtlinien zum sachgerechten Umgang mit Schimmelpilzschäden in Gebäuden“ sind äußerst kritisch zu betrachten. Selbst wenn sie von Bundesinstituten herausgegeben wurden ist eher nicht auszuschließen, dass eine Lobby dahintersteht.

So wurde in einem sogenannten „halbamtlichen Papier“ veröffentlicht, das man Schimmel nicht desinfizieren könnte. Das ist falsch! Aktuelle europäische Normen zur Prüfung von Desinfektionsmitteln, sowie die amtliche Liste des Robert-Koch-Instituts, schließen seit über 60 Jahren, die Prüfung schon im einfachsten Wirkungsbereich ein.

Wie kommt es aber nun zu solch grotesken, für den privaten Endverbraucher  und die Versicherungswirtschaft, kostenintensiven Falschaussagen?

Es ist einfach so, dass die „Rückbauverfechter“ keine mikrobiologischen Grundkenntnisse besitzen. Sie kommen aus Gewerken wie Maler, Maurer usw..

Kein Arzt würde das Bein oder auch  n u r den Fuß wegen Nagelpilz amputieren. Man würde den Nagelpilz behandeln.

Kein Schimmelsanierer mit der Ausbildung zum Staatlich geprüften Desinfektor wird eine Betonwand mit oberflächlichem Schimmelbefall, oder ähnliches herausreißen.

Ein staatlich geprüfter Desinfektor mit der Ausbildung „Zertifizierter Schimmelsanierer gemäß ISO EN 17024“ würde notwendige Messungen und Materialprüfungen durchführen. Danach würde er dem Auftraggeber ein Maßnahmenpacket zur Sanierung vorschlagen.

All das ist, neben dem notwendigen Fachwissen, ein kostenpflichtiger Aufwand. Ziel ist ein auf den Bedarf abgestimmtes, angepasstes kostengünstiges Aufbereitungssystem, das auch vor Behörden wie ggf. dem Gesundheitsamt stabil steht und bestand hat.

Gemäß ISO EN 17024 zertifizierte Schimmelsanierer mit u.a. der Ausbildung zum staatlich geprüften Desinfektor sind fachlich kaum angreifbar. Zusätzlich empfehlen wir der Fachsektion Mykologie des Europäischen Fachverbandes für Desinfektoren e.V. beizutreten.

 

PS: Fragen Sie mal lieber nicht wieviel Schimmelsporen die gute Waldluft in einem, der Natur überlassenen, Waldstück enthält. Wäre der Wald eine Wohnung würde sie sofort als nicht bewohnbar deklariert.

 

 

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